Hier beginnt der Klosterpark

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Foto 2009

Die gepflegte Auffahrt zum Gästehaus läßt bereits erahnen, wie schön der sich rechts anschließende  Klosterpark mit seinen riesigen Bäumen ist. Leider konnten wir nicht in die Lüfte steigen, um ihn in seiner ganzen Pracht in ein Foto zu fassen. Aber die folgenden Detailaufnahmen zeigen sehr schön, wie's drinnen aussieht.

Mauern und Herbstfarben

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Diese Aufnahmen gehören zu Astrid's Fototour durch den Klosterpark. Ohne sie gäbe es den Blog nicht. Leider haben die Kaninchen Mia & Co. hier noch keinen Auftritt. Die waren sicher nach der abendlichen Fütterung mit Karotten und anderen Leckerbissen nicht mehr im Freigehege sondern in ihrem Stall. Ein Bild des Kaninchen-Anwesens gibt es im  Blog der "jungen Wilden", gemeint ist die Ordensjugend der Arenberger Dominikanerinnen. Im April hatten sie, die Kaninchen, sogar hohen Besuch vom Bundespräsidenten. Dazu gibt es eine ausgezeichnete Fotodokumentation, Bild 50 zeigt die 1.Station am Kaninchengehege.  Bilder von Hängematte, Waldsofas und Schaukel für Erwachsene müssen wir auch noch irgendwo auftreiben. Besonders die Sofas für zwei Personen hatten es uns angetan, sie haben sich sogar gedreht. Carmen hat begeistert von ihrer Ruhepause unter Apfelbäumen geschwärmt.  Und dann sind da noch das Insektenhotel, die Kräuterfelder, die Kuhweiden und ein Minigolfplatz. Fast hätte ich jetzt das wunderschöne Labyrinth nach dem Vorbild von Chartres vergessen, ein meditatives Erlebnis. Ich war so sehr beschäftigt, dass ich in 2 Wochen nur einmal den Hinweg geschafft habe in 20 besinnlichen Minuten, beim Rückweg musste ich aus Zeitnot mogeln.

Kastanien enthüllen

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Dank Astrid können wir jetzt alle mit dem Fuss Kastanien aus ihrer Schale schnippen. Jeden Abend ein wichtiger Bestandteil unserer Klosterpark-Umrundung. Jeder hatte bereits vor seinem geistigen Auge eine ausgefeilte Deko-Idee. Wir haben sie sogar im Dunkeln aufbewahrt, damit sie nicht so schnell ihren schönen Glanz verlieren. Und da ständig neue Kastanien heruntergeploppt sind, sieht man, wie hochmotiviert und risikobereit wir alle waren. So ein grünes stacheliges Ding kann schon mal die falsche Stelle am Kopf erwischen.

Bäääh

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Bäääh ist das häufigste Wort in Schafskreisen. Auch die fünf Rhönschafe mit den freundlichen schwarzen Gesichtern haben es drauf.  Sie fressen ununterbrochen die Streuobstwiese auf, ganz selten legen sie sich auch mal hin, abends versammeln sie sich um einen Apfelbaumstamm als sei er ein Kamin. Groß war der Schrecken, als sie weg waren. Auf dem Speiseplan stand doch nicht etwa Lamm? Das Rätsel löste sich ganz schnell auf, denn sie waren nur auf eine andere Wiese gebracht worden. Ökologische Bewirtschaftung vom Feinsten.

Apfelpracht

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Sie lachen einen an, die farbenprächtigen Streuobstäpfel. Wenn man die vielen alten Sorten kennenlernen will, ein Lehrpfad oder eine ausgezeichnete Führung vom Spezialisten einschließlich Verkostung von Apfelschnitzen helfen dabei. Im Klosterladen gehören die Äpfel zum Angebot. Als Saft schmecken sie beim Essen. Und Gäste wie Emmy helfen sogar beim Auflesen der Äpfel, denn das Personal hat selten Zeit dazu.

In und auf dem Biotop

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Libellen, Goldfische, Seerosen, Mücken. Es gibt Menschen (zum Beispiel Astrid), die sich beim abendlichen Rundgang ein Stöckchen basteln. Damit locken sie die Fische an die Oberfläche. Andere sinnieren über Biotope und ob das Wasser sauber genug ist. Ich bin traurig, denn die schöne Seerose will sich nach einigen Tagen nicht mehr öffnen.  Witzig: die Eicheln, die via Seerosenblatt auf dem Teich herumschippern.

Das Chartres-Labyrinth im Arenberger Klosterpark

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Fotos von 2009

Diese unverzweigte Form des Labyrinths wäre nichts gewesen für den Minotaurus. Es ist kein Irrgarten. Es lädt ein zur Meditation, vielleicht über die eigene Lebensmitte. Manches wirkt wie ein Umweg und führt doch zum Ziel. Auf der Texttafel vor dem Eingang steht unter anderem:

"Das Leben ist ein beständiges Gehen im Labyrinth:

  • aufbrechen und ankommen
  • zur Mitte finden und sie wieder verlassen
  • umkehren und doch immer wieder weiterkommen
  • Im Labyrinth verirrt man sich nicht
  • Im Labyrinth findet man sich
  • Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
  • Im Labyrinth begegnet man sich selbst."

 

Die Sache mit dem Fliegenpilz

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Foto von 2007

Ich habe allabendlich beim Klosterspaziergang nach dem Fliegenpilz gesucht und alle damit genervt, aber er wollte und wollte nicht ans Licht. Auch der Chefgärtner wusste nichts Genaueres über seinen Verbleib. Durch Christa kann ich jetzt ein Beweisstück aus dem Jahr 2007 liefern. Und er war in den folgenden Jahren auch da, ganz ehrlich. Das ist doch ein Prachtexemplar. Leider halt giftig. Warum fällt mir ausgerechnet jetzt der Krimi von Anja Balschun ein "Nonnen(m)orden anders!"? Der Koblenz-Krimi  in einem Wohlfühl-Kloster...

Kräuter

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Fotos von 2009

Zur Begrüßung der Gäste gibt es ein schönes Ritual, das viele bei jedem Besuch erneut gern annehmen:  die alkoholfreie Kräuterbowle gut gekühlt in einem feinen Likörglas gereicht. Kräuter haben im Kloster Arenberg eine besondere Bedeutung für die Gäste. Sie dürfen sie im Klosterpark bewundern, beim Essen und Trinken genießen und tätige Mitarbeit ist auch willkommen. Die Teesortimente, die man im Klosterladen kaufen kann, müssen natürlich zuerst sortiert, entstielt und eingetütet werden. Auch wir haben mitgeholfen. Na ja, ich selbst leider nur am letzten Nachmittag. Die anderen waren tüchtiger. Und wir hatten viel Spaß dabei, denn während die Hände eifrig zupfen, flogen Worte wie Pingpong-Bälle herum. Ich habe jeden Abend das große Salbeifeld um ein Blättchen ärmer gemacht in der Hoffnung, meine Bronchien zu besänftigen.

Emmy hatte sich als Lieblings-Sonnenplatz die Bank an der Kräuterspirale ausgesucht, nicht weit von ihrem vorübergehenden Arbeitsplatz in der Kräuterei entfernt. Das Wetter war in der 2. Septemberhälfte sehr gut zu uns.

Neben den Kräuterfeldern im hinteren Parkbereich gibt es auch die attraktiven Schau- und Duftfelder. 2009 habe ich eine Führung von Sr Ursula durch die Heilpflanzenabteilung mitgemacht. Nach der Führung habe ich das von ihr und Sr. Josefa verfasste Kräuterbuch gekauft, weil ich meinen Notizen doch eher misstraut habe.  Ein gestandenes und auch "gewichtiges"  Nachschlagewerk von 2007, das es heute noch für wenige Euros zu kaufen gibt. Beschrieben habe ich Heilpflanzenführung und Buch in dem Artikel "Himmlische Kräuter". Als krönenden Kräuterabschluß empfehle ich  "Die Wilden unter den Kräutern", Autorin ist Sr. Josefa.

 

 

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